Review: David Mitchell – Slade House

Es funktionierte nicht. David Mitchells Roman »Die Knochenuhren« sollte ursprünglich aus siebzig Kurzgeschichten bestehen, wie der britische Autor in einem Interview sagte. »Aber in den ursprünglichen Kurzgeschichten gab es ein Haus, wo nur alle neun Jahre Besuch kam.« Slade House. Gelegen in einer schmalen, dunklen Gasse hinter einem alten Pub. Wer durch die schwere Eisentür … Review: David Mitchell – Slade House weiterlesen

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Review: Don DeLillo – Null K

Die Menschen wollen zu Göttern aufsteigen. Das ist keine Fiktion, keine Phantasie, sondern scheint in der Geschichte noch nie so erreichbar wie im 21. Jahrhundert zu sein. Zumindest versprechen manche Apostel der Wissenschaft: Bald muss niemand mehr sterben, nicht auf natürlichem Wege. Ein religiöses Heilsversprechen, dieses Mal ganz im Gewand der Rationalität verpackt. Der US-Autor … Review: Don DeLillo – Null K weiterlesen

Review: Catherine O’Flynn – Was mit Kate geschah

Kate Meaney verschwindet. Sie hinterlässt keine Spur, keinen Hinweis auf ihren Verbleib. Die Zehnjährige sollte die Aufnahmeprüfung für ein Internat in Redspoon absolvieren. Doch sie kam scheinbar nie in den Räumen an. Birmingham 1984. »Dort draußen war das Verbrechen. Unentdeckt, ungesehen.« So beginnt Catherine O’Flynn ihren Debütroman »Was mit Kate geschah«, der Kriminalroman wie Geistergeschichte … Review: Catherine O’Flynn – Was mit Kate geschah weiterlesen

Review: Steven Millhauser – Stimmen in der Nacht

Geschichten seien wie Fossilien, die es auszugraben gelte. So schrieb es einmal Stephen King. Und wenn das stimmt, dann gehört Steven Millhauser zu jenen Autoren, die das nötige Glück des Finders haben. Mit einer einfachen Sprache findet der 74-Jährige in seinen Kurzgeschichten stets das Schöne, das Wahre, das Gute. Damit gehört er zu den unprofitabelsten … Review: Steven Millhauser – Stimmen in der Nacht weiterlesen

Review: Georg Klein – Miakro

Kleingeister behaupten: Es gibt für den Menschen keine Abenteuer mehr. Schwarze Löcher, Mikrokosmen und nicht zuletzt die Unendlichkeit des Seins ignorierend, verdrängen solche Stimmen auch, dass sich die Sprache der stets ein dicht bewachsender Pfad in die Wildnis bleiben wird. Zumindest wenn Autoren wie Georg Klein weiterhin Romane wie »Miakro« schreiben. Denn die Phantasie schlägt … Review: Georg Klein – Miakro weiterlesen

Review: Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore. Band 1: Eine Idee erscheint.

Haruki Murakami lesen, das bedeutet: Einen Einblick bei einem der erfolgreichsten Schriftstellern der Gegenwart zu bekommen. Der 69-jährige Japaner gehört zu den bekanntesten Autoren der westlichen Welt. Es gibt über 40 Übersetzungen zu seinen Büchern, die sich in millionenfacher Auflage verkaufen. Auch »Die Ermordung des Commendatore«, das vor wenigen Tagen bei DuMont erschien. Wer Murakami … Review: Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore. Band 1: Eine Idee erscheint. weiterlesen

Review: Jim Crace – Ein Mann, eine Frau und der Tod

Wir sterben. Aus dieser Erkenntnis zeichnet der britische Autor Jim Crace ein Triptychon des  Daseins und Vergehens. Sein Roman »Ein Mann, eine Frau und der Tod« erschien bereits vor 17 Jahren. Und doch schlägt dieses Buch wie eine grausame Flutwelle über dem Leser zusammen. Ein Werk von existenzialistischer Erschütterung. Joseph und Celice lieben sich. Sie … Review: Jim Crace – Ein Mann, eine Frau und der Tod weiterlesen